Düsseldorf, 11.12.2007 - Kurz vor Weihnachten verstärkt die Musikindustrie offenbar ihr Vorgehen gegen die Anbieter von urheberrechtlich geschützten Musikdateien in illegalen Internet-Tauschbörsen. Die von der Musikindustrie mit ihrer Rechtewahrnehmung beauftragten Rechtsanwaltskanzleien Rasch, kuw, Schutt Waetke, Waldorf und Kornmeier & Partner scheinen derzeit mehr Abmahnungen denn je zu verschicken.
„Seit Anfang Dezember verzeichnen wir und andere Rechtsanwälte, die sich für die Rechte der abgemahnten Internet-Tauschbörsennutzer einsetzen, einen deutlichen Anstieg von Anfragen abgemahnter Nutzer“, sagt Dr. Thomas Meschede von mzs Rechtsanwälte. Häufig richten sich die Abmahnungen auch an die Eltern von minderjährigen Kindern, die über den Internetanschluss der Familie Musikdateien zum Download angeboten haben.
Ab dem 01.01.2008 ist nach dem neuen Urheberrecht auch der Download „offensichtlich rechtswidriger Angebote im Internet“ verboten. Noch unklar ist, ob die Musikindustrie dann auch die Nutzer von Internet-Tauschbörsen abmahnen wird, die Musikdateien nur heruntergeladen und nicht auch zum Download angeboten haben. „Gerade wegen dieser Ungewissenheit raten wir dringend dazu, die Nutzung von illegalen Internet-Tauschbörsen insgesamt sofort einzustellen“, so Dr. Thomas Meschede weiter.
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