Rentenmodelle

Mit der Bezeichnung Rentenmodelle ist nicht etwa die klassische Unterteilung in private, betriebliche und gesetzliche Altersvorsorge gemeint, sondern eine sehr spezielle Investitionsstrategie. Im Rahmen dieser Strategie nehmen die Investoren ein Darlehen auf und finanzieren mit diesem den Abschluss einer Lebensversicherung und einer Rentenversicherung. Der Großteil der Darlehenssumme fließt in die Rentenversicherung und der Teil, der nach Abzug der anfallenden Kosten verbleibt, in eine kapitalbildende Lebensversicherung. Die Rentenversicherung beginnt sofort, monatliche Rentenzahlungen zu leisten. Diese Beträge verwenden die Investoren, um die Zinsen für das Finanzierungsdarlehen zu bezahlen. Getilgt wird das Darlehen aber erst am Ende der Laufzeit – und zwar unter Einsatz des Kapitals aus der Lebensversicherung.

Das gesamte Modell kann sich also nur dann selbst tragen, wenn die Ausschüttungen der Rentenversicherung höher sind als die Darlehenszinsen. Gleichzeitig muss die Lebensversicherung einen Kapitalertrag erwirtschaften, der am Ende zur vollständigen Tilgung des Darlehens ausreicht. Die Rentabilität dieser Rentenmodelle hängt also von diversen, schwierig zu prognostizierenden Faktoren ab. Über diese Faktoren wurden die Investoren oft nicht hinreichend aufgeklärt.

Für unsere Mandanten prüfen wir, ob die Verträge so eng miteinander verbunden sind, dass der Widerruf eines der Verträge auch zur Rückabwicklung der übrigen Geschäfte führt. Auf diese Weise lässt sich das Risiko einer ungünstigen Wertentwicklung der Versicherungen unter Umständen noch auf das finanzierende Kreditinstitut zurückverlagern.


Weiterführende Informationen stellen wir auf unser Themenseite www.rentenmodelle-geschaedigte.de zu Verfügung.