mzs Rechtsanwälte: Erste Klagen für Lehman-Anleger gegen die Dresdner Bank eingereicht

Düsseldorf, 24.3.2009 – Die Dresdner Bank sieht sich sechs Monate nach dem Zusammenbruch des US-Investmentbank Lehman Brothers Schadensersatzklagen von Anlegern ausgesetzt. Die Sozietät mzs Rechtsanwälte hat für zwei Anleger Klagen wegen Falschberatung beim Erwerb von Lehman-Zertifikaten eingereicht, nachdem zuvor außergerichtliche Vergleichsbemühungen gescheitert waren. Die beiden Anleger begehren nunmehr vor den Landgerichten Köln und Aachen die Rückzahlung ihres verlorenen Kapitals.


Gegenstand der Klageverfahren sind die von der Dresdner Bank vertriebenen Bonus Express Zertifikate und Global Champion Zertifikate. Insbesondere Global Champion Zertifikate gelten als außerordentlich risikoreich, da sie sich auf drei Indizes beziehen, nämlich EURO STOXX 50, Nikkei 225 und S&P 500. Bereits der ungünstige Verlauf eines einzigen Indexes hat negative Folgen für den Anleger. Die klagenden Anleger, die beide als konservative Anleger einzustufen sind, werfen der Dresdner Bank vor, ihnen diese spekulativen Papiere empfohlen zu haben, ohne sie auf die Risiken hingewiesen zu haben. Dies gilt insbesondere für das Totalverlustrisiko. Die Anleger berufen sich darauf, keine bzw. nicht ausreichende schriftliche Informationen erhalten zu haben. Dies betrifft auch die Frage, ob die Bank für den Vertrieb der Zertifikate Rückvergütungen erhalten hat. Hierzu hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erst kürzlich auf Antrag von mzs Rechtsanwälte ein Verfahren auf Zugang zu Informationen über die Dresdner Bank eröffnet (vgl. hierzu die Pressemitteilung von mzs Rechtsanwälte vom 18.3.2009).

„Beiden Fällen ist gemein, dass die Anleger im Sommer 2008 noch einmal auf die Dresdner Bank zugegangen sind“, erläutern Rechtsanwalt Michael Fuchs und Rechtsanwältin Uta Deuber, die die Anleger in den Klageverfahren vertreten. Die Bank hat damals aber trotz negativer Presseberichte in Bezug auf Lehman Brothers eine Halteempfehlung ausgesprochen, welcher die Anleger gefolgt sind. Kurze Zeit später hat die Lehman Brothers Holding Inc. Insolvenz beantragt. Die Anwälte der Düsseldorfer Kanzlei prüfen derzeit Schadensersatzansprüche für mehr als hundert Anleger von Lehman  Brothers aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Großteil der Ansprüche richtet sich dabei gegen die Dresdner Bank und die Citibank.

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Vera Treitschke, Presse und Kommunikation
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