Beratungsfehler

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes muss jeder Anlageberater eine anleger- und objektgerechte Beratung seines Kunden gewährleisten (BGH, Urteil vom 6.7.1993, Az. XI ZR 12/93, sogenanntes „Bond“-Urteil). Der Berater muss zunächst das Anlegerprofil des Kunden ermitteln und anschließend seine Empfehlungen hieran ausrichten. Gelingt ihm dies nicht, haftet er für entstehende Schäden. Dieselben Kriterien wendet die Rechtsprechung in letzter Zeit zunehmend auch auf bloße Anlagevermittler an.

Ob wir für unsere Mandanten Ansprüche wegen Falschberatung mit Erfolg geltend machen können, hängt vor allem von der Beweissituation ab. Der Kunde muss beweisen können, dass die ihm von seinem Berater empfohlene Investition nicht den Interessen entsprach, die er diesem gegenüber geäußert hatte. Zeugen und umfangreiche Beratungsprotokolle können in diesem Zusammenhang entscheidende Bedeutung erlangen.

Um in Zukunft die von Provisionen unabhängige Finanzberatung zu stärken, unterstützt mzs Rechtsanwälte die aufkommenden Bemühungen in Wissenschaft und Praxis, die Honorarberatung als Möglichkeit einer neutralen Finanzberatung zu etablieren.

 

Presseberichte 

Hier finden Sie eine Auswahl von Veröffentlichungen mit oder über mzs Rechtsanwälte!

Prospekthaftung

Werden bestimmte Finanzprodukte öffentlich angeboten oder auch nur öffentlich beworben, ist der Anbieter verpflichtet, einen Prospekt zu erstellen, der diverse Mindestangaben enthalten muss. Die Angaben im Prospekt müssen nicht nur zutreffend sein, sondern der Prospekt darf nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH, Urteil vom 12.7.1982, Az.: II ZR 175/81) auch insgesamt keinen zu positiven Gesamteindruck von der Tragfähigkeit des angebotenen Finanzproduktes vermitteln. Auf diese Weise soll potentiellen Erwerbern ermöglicht werden, eine informierte Kaufentscheidung zu treffen.

Ist ein Investor mit Hilfe eines fehlerhaften Prospekts zum Erwerb eines Finanzproduktes überzeugt worden, stehen ihm Schadensersatzansprüche zu.
Dies gilt auch dann, wenn es sich bei dem Finanzprodukt eigentlich nicht um ein prospektpflichtiges Angebot handelt und der Prospekt nur zu Werbezwecken erstellt wurde.

Für unsere Mandaten ermitteln wir, ob ihr Prospekt Fehler oder Unstimmigkeiten aufweist, die einen Schadensersatzanspruch begründen könnten.