Schadensersatz für Wirecard-Aktionäre

von mzs Rechtsanwälte, Stand 03.07.2020

Es ist ein Untergang mit Ansage. Seit Jahren gab es Betrugs- und Geldwäschevorwürfe gegen den Zahlungsdienstleister Wirecard. Die Alarmzeichen verhallten ungehört oder wurden still und heimlich abgestellt. Wer die Fäden bei diesem Finanz-Skandal in der Hand hielt und wohin mindestens 1,9 Milliarden Euro von Treuhandkonten verschwunden sind, werden die Ermittlungsbehörden in den nächsten Jahren aufklären müssen.

Für die Aktionäre heißt es nun:

  • Sie sollten Ihre Rechte wahren, um verlorenes Geld wiederzubekommen
  • Sie sollten Ihre Ansprüche unter Umständen für das kommende Insolvenzverfahren anmelden 
  • Sie sollten abklären, ob zusätzliche Schadensersatzansprüche von ihnen geltend gemacht werden können.

Gerne können Sie sich als Geschädigter bei uns als Fachkanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht registrieren. Wir werden Sie über die weitere Vorgehensweise sodann regelmäßig auf dem Laufenden halten.

Die Vorwürfe an Wirecard

Seit Jahren steht Wirecard im Fokus des Börsenkrimis um frisierte Bilanzen, erfundene Deals und den Vorwurf, eine Geldwäscheplattform zu sein – nun ist das vorläufige Insolvenzverfahren der Auftakt zum wahrscheinlich letzten Kapitel der Firma und vermutlich auch seiner Tochter-Firmen.

Seit mindestens 2017 soll das Unternehmen von Unregelmäßigkeiten gewusst haben – eine Warnung an die Aktionäre blieb allerdings aus – während der Kurs mit jedem neuen Vorwurf immer weiter absank und schließlich die Insolvenz beantragt werden musste.

Was bedeutet die Insolvenz für die geschädigten Aktionäre der Wirecard AG?

Für die Aktionäre zeigt sich ein weiterer, möglicher Beteiligter an dieser Finanz-Farce: Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young (EY).

Selbst wenn die Wirecard AG als Gegner für Klageverfahren ausfällt: EY, die Jahresabschlussprüfer von Wirecard rücken immer näher in den Fokus, was Schadensersatzforderungen der Anleger angeht.

EY bescheinigte Wirecard über Jahre hinweg mit uneingeschränkten Testaten saubere Bücher und muss sich nun die Frage stellen lassen, wie das mit den KPMG-Gutachten zusammenpasst, dass saubere Bilanzen nicht bestätigt, sondern davon berichtet, dass es viele offene Fragen gibt – diplomatisch ausgedrückt.

Auch wir bereiten als Fachkanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht derzeit eine Klage gegen EY vor und bieten geschädigten Anlegern an, sich bei uns kostenfrei zu registrieren, um sich über die weitere Vorgehensweise informiert zu halten.

Nicht nur Aktionäre sind geschädigt worden, sondern auch Anleger, die emittierte Anleihen der Wirecard AG zeichneten sowie auch die Inhaber von Derivaten.

Wir stehen geschädigten Anlegern zur Seite

  • als Fachkanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht mit jahrzehntelanger Erfahrung
  • als durchgehend seit 2016 von Handelsblatt und dem US-Verlag „Best Lawyer“ als „Deutschlands beste Anwälte“ im Kapitalmarktrecht ausgezeichnete Kanzlei
  • als erfahrene Vertreter bei maßgeblichen Musterverfahren wie gegen die Volkswagen AG
  • als Task Force aus 6 Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht
  • als Fachkanzlei mit weit reichenden Kompetenzen

Unser Rat an die Geschädigten

Lassen Sie sich durch die Insolvenz nicht dazu drängen, vorschnell die Hoffnung auf Schadenersatz aufzugeben. Es ist Geduld gefragt, bis sich aus dem Insolvenzverfahren und den Prüfungen der BaFin als Aufsichtsbehörde verwertbare Ergebnisse ableiten lassen, die die Ansprüche an Insolvenzmasse und Schadenersatz genauer belegen und beziffern.

Was Sie bereits tun können, ist sich als geschädigter Anleger zu registrieren, um sich über mögliche erfolgsversprechende Schritte informiert zu halten.

Vorbereitung einer Klage – nicht nur gegen Wirecard

Wir bereiten bereits eine Klage gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY vor und beobachten die aktuellen Entwicklungen ganz genau. Denn die Ermittlungen von BaFin und Staatsanwaltschaft werden neue Erkenntnisse und Hinweise zu Tage fördern, welche die Sach- und Rechtslage präziser bewerten lassen.

Schaut man auf Wirecard, geht es um den Vorwurf der unterlassenen oder fehlerhaften Kapitalmarktinformation, möglicherweise aber schwerwiegender Bilanzmanipulation.

Damit stellt sich die zweite Frage: Wie kommt es, dass Ernst & Young als langjähriger Wirtschaftsprüfer von Wirecard die Jahresabschlüsse der letzten Jahre bestätigte, ohne dass die Unregelmäßigkeiten auffielen? Eine Frage, die wir noch nicht beantworten können, die die Wirtschaftsprüfer aber als mögliche Haftungsgegner qualifiziert.

Und dann sind da noch die Ex-Vorstände Markus Braun (nach einer Kautionszahlung von 5 Millionen Euro noch auf freiem Fuß), der zwischenzeitlich per Haftbefehl gesuchte Jan Marsalek und der CFO Alexander von Knoop, zuständig für die Themenfelder Compliance und Rechtswesen.

Es gibt also einige mögliche Chancen, um den Schaden als Aktionär zu reduzieren oder sogar ganz auszugleichen. Im Übrigen selbst dann, wenn Sie die Aktienpakete bereits verkauft haben.

Wenn Sie sich als Geschädigter bei uns registrieren, halten wir Sie auf dem Laufenden

Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen und den Fortgang unserer Aktivitäten informiert halten. Das heißt für Sie: Sie können beruhigt abwarten, was die Zeit an Erkenntnissen bringt und wissen, dass Ihre berechtigten Ansprüche von uns im richtigen Moment durchgesetzt werden.

Nach der Registrierung – selbstverständlich kostenlos und unverbindlich – setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung. Wenn Sie möchten, prüfen wir Ihre Wertpapierabrechnungen, um Ihnen einen Überblick darüber zu verschaffen, welchen Spielraum für Schadensersatzansprüche Sie haben und welche Beträge beim Insolvenzverwalter zu gegebener Zeit angemeldet werden sollten. Wie gut die Chancen stehen, dass genügend verwertbare Masse aus der Insolvenz gezogen werden kann, wird erst nach dem Eröffnungsgutachten des Insolvenzverwalters klar sein. Wir werden Sie informieren, wenn dieses vorliegt.

Derzeit befindet sich Wirecard im vorläufigen Insolvenzverfahren, das vom zuständigen Amtsgericht eröffnet wird. Sobald ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt wurde, beginnt dieser damit, die Eröffnungsvoraussetzungen zu prüfen. Danach erst entscheidet das Gericht, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird.

Forderungen anmelden

Erst wenn das reguläre Insolvenzverfahren begonnen hat, können Gläubiger ihre Forderungen gegenüber der Wirecard AG anmelden.

Aus der Insolvenzmasse werden zuerst die Gläubiger bedient, die nicht Anteile am Unternehmen halten. Das heißt: Aktionäre bekommen als Eigenkapitalgeber erst nach Befriedigung der vorrangigen Gläubiger Geld aus der Insolvenz, ebenso wie die Inhaber von Derivaten.

Derzeit nicht absehbar ist, ob es überhaupt zur Abwicklung des Unternehmens kommt. Unter Umständen ist auch eine Betriebsfortführung möglich.

Denkbar ist die Anmeldung von Schadenersatzansprüchen. Ob sich dies lohnt, ist erst nach Vorliegen des Eröffnungsgutachtens durch den vorläufigen Insolvenzverwalter zu beurteilen.

Unsere rechtliche Einschätzung

Ganz klar ist: Durch die sinkenden Kurse – verursacht durch Vorwürfe und bestätigte Verdachtsmomente, die das Unternehmen hätte kommunizieren müssen – und nun die Insolvenz haben die Aktionäre und Inhaber von Derivaten einen Schaden erlitten. Eine der Voraussetzungen für Schadensersatzansprüche nach derzeitigem Stand ist, dass die Aktien zwischen 24. Februar 2016 und 17. Juni 2020 gekauft wurden.

Aus unserer Sicht hat die Unternehmensführung der Wirecard AG eklatante Fehler gemacht, die einen Schadenersatzanspruch rechtfertigen.

Als Belege dafür dient zum einen das KPMG-Sondergutachten und auch die Ad-hoc-Mitteilung vom 18. Juni 2020.

Die dort festgestellten Compliance-Mängel bei Wirecard und der Verdacht der schwerwiegenden Bilanzmanipulation hätten als Insiderinformationen – und so sehen wir sie – dem Kapitalmarkt unverzüglich und vollständig mitgeteilt werden müssen. Stattdessen wurden der Kapitalmarkt und somit die Anleger nicht in vollem Umfang oder gar nicht darüber informiert, dass die eigenen, wesentlichen Geschäftsvorgänge nicht ordnungsgemäß nachvollzogen werden können und dass der Verdacht der Bilanzmanipulation im Raum steht.

Hier wurde ganz klar die Verantwortung für die Treuhandkonten mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro nicht so ernst genommen, wie es Behörden und Anleger fordern und erwarten können.

Sie als Betroffene haben das Recht, Aufklärung zu betreiben, Ansprüche geltend zu machen und sich kundig zu machen über Ihre Möglichkeiten:

  • Wie hoch wäre eine Ausschüttung aus der Insolvenzmasse?
  • Ist Schadensersatz von Wirecard denkbar? Oder von EY? Oder von den Ex-Vorständen?
  • Wie hoch ist der Kursdifferenzschaden?
  • Kann eventuell der komplette Kauf rückabgewickelt werden? Wird also der Erwerbsschaden ersetzt, wie es der Bundesgerichtshof in seinem Urteil von 2011 (Aktenzeichen XI ZR 51/10) fordert?
  • Welche Ansatzpunkte werden die Ergebnisse der Ermittlungen bieten, um den Schaden auszugleichen?

Keine Option ist es dagegen nach unserer Meinung, den Schaden einfach abzuschreiben, die weitere Entwicklung auszusitzen und zu akzeptieren, dass 1.900.000.000 Euro von Treuhandkonten verschwunden sind.

Bisherige Erfolge gegen Ernst & Young

Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young mussten sich auch in der Vergangenheit bereits mehrfach den Gerichten stellen und kämpfen auch in diesem Moment an mehreren Fronten.

Erst im April 2020 verurteilte ein Londoner Gericht EY zur Zahlung von 10,8 Millionen Dollar an einen ehemaligen Partner und Mitarbeiter, Amjad Rihan, der auf dubiose Machenschaften bei einem Kunden hingewiesen hatte. Die Warnungen, dass der Kunde, ein großer Goldhändler, rechtswidrige Geldimporte und Geldwäsche betreibe, hatte EY nach Aussagen des Ex-Mitarbeiters vertuscht und ihn entlassen.

Das Gericht urteilte, dass EY tatsächlich mit dem Goldhändler zusammengearbeitet habe, um rechtswidrige Geldexporte und Hinweise auf Geldwäsche zu vertuschen und somit die Klage des Ex-Mitarbeiters Erfolg hat. Da EY das Urteil vermutlich anfechten wird, bleibt es weiterhin spannend.

Ermittlungen gibt es zudem nicht nur wegen Wirecard, sondern auch wegen des in London notierten Konzerns NMC Health. Der Gesundheitsdienstleister war im wichtigsten britischen Aktienindex, dem FTSE-100 gelistet – und musste doch im April 2020 Insolvenz anmelden. Auch hier hat EY etwas Wichtiges laut den Prüfungsberichten nicht bemerkt, nämlich 2,7 Milliarden Schulden.

Nochmal zur Erinnerung: Auch bei Wirecard geht es um viel Geld, nämlich 1,9 Milliarden Euro auf einem Treuhandkonto, die zwar im Jahresabschluss 2018 aufgeführt werden, für die es aber keine Saldenbestätigung gab, glaubt man dem KPMG-Bericht.

Schaffen Sie sich Klarheit

Wenn Sie sich dem Musterverfahren gegen Wirecard und andere Verantwortliche dieses Finanzskandals anschließen wollen, genügt es, sich bei uns – den mzs Rechtsanwälten – zu melden. Wir werden eine Liste der Geschädigten anfertigen, die dann nach dem Verfahren vom Urteil profitieren.

Die Registrierung ist für Sie völlig kostenlos und auch unverbindlich. Sie übertragen uns damit kein Mandat. Wir halten Sie dennoch auf dem Laufenden, was die Ermittlungen und Erkenntnisse angeht, wenn beispielsweise das Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder die BaFin erste Einschätzungen preisgibt.

Selbstverständlich klären wir auch ab, ob Ihre Rechtsschutzversicherung eine Deckungszusage gibt und können – nach Durchsicht Ihrer Wertpapierabrechnungen – Ihre Ansprüche entsprechend untermauern.

Sie möchten nicht nur wissen, ob Sie zu denjenigen gehören, die Anspruch auf Schadensersatz haben, sondern möchten eine individuelle Beurteilung Ihrer Unterlagen?

Dann senden Sie uns die Wertpapierabrechnungen zu Ihren Investitionen in Wirecard-Aktien (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) oder zu den Derivaten. Wichtig sind die Transaktionen ab dem 10. Juli 2012 bis einschließlich 25. Juni 2020 – auch wenn Sie die Aktien bereits verkauft haben. Auf dieser Basis können wir bereits konkrete Empfehlungen aussprechen, welche Wege Sie gehen können und was die nächsten Schritte sind.

Übrigens: Unter Umständen kann auch eine Prozessfinanzierung durch einen renommierten Finanzierer genutzt werden.

Unsere Task Force „Wirecard“ aus sechs Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht ist Ihr Experten-Joker

Mit Ihrer Registrierung als Geschädigter können Sie es schaffen, sich etwas von Ihrem verlorenen Geld zurückzuholen – mit der Gewissheit, dass die Rechtsschutzversicherung nach der Deckungszusage alle Kosten für die weitere Vertretung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche übernimmt. Von unserer Seite sei an dieser Stelle zugesichert, dass wir selbstverständlich nur Kosten in Rechnung stellen, die auch von Ihrer Rechtsschutzversicherung getragen werden.

Registrierung für das Musterverfahren im Fall Wirecard AG

* = Pflichtfeld

Auch als Anleihegläubiger können Sie sich gerne direkt bei uns registrieren

Bitte melden Sie sich dafür unter Angabe des Namens des Depotinhabers, der Email-Adresse, sowie des Nominalbetrags an. Nach der Anmeldung werden wir Sie in unseren Verteiler aufnehmen und Ihnen alle relevanten Informationen sowie ein Vollmachtsformular per E-Mail zusenden.

Sollten Sie Fragen oder Wünsche haben, können Sie auf unsere erste Mail einfach und bequem antworten.

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Über die mzs Rechtsanwälte GbR

mzs Rechtsanwälte, Düsseldorf, ist eine der größten Fachkanzleien für Bank- und Kapitalmarktrecht in Deutschland. Im Jahr 1954 von Rechtsanwalt Anton Werner Kortländer gegründet, wird die Kanzlei heute von den Rechtsanwälten Gustav Meyer zu Schwabedissen, Dr. Jochen Strohmeyer, Dr. Thomas Meschede und Arne Podewils LL.M. geführt. Derzeit beraten 8 Anwälte, darunter 6 Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht, Finanzdienstleister, Anleger und Vertriebe. In den Jahren 2016 bis 2020 wurden die Kanzlei und Rechtsanwalt Gustav Meyer zu Schwabedissen persönlich vom US-Verlag „Best Lawyer“ und dem Handelsblatt erneut in die Liste der „Besten Anwälte Deutschlands“ im Bereich Kapitalmarktrecht aufgenommen.

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mzs Rechtsanwälte ist eine Kanzlei für Bank-, Kapitalmarkt- und Versicherungsrecht. Innerhalb dieses Tätigkeitsbereichs verfolgen wir einen umfassenden Beratungsansatz: Wir vertreten alle Marktteilnehmer zu allen Rechtsfragen, die mit der Strukturierung und dem Vertrieb von Finanz- und Versicherungsprodukten zu tun haben. Gerade dadurch, dass wir die Perspektiven der verschiedenen Marktteilnehmer kennen, können wir unseren Mandanten eine besonders fachkundige Beratung bieten. Der Einsatz von jeweils für die konkrete Aufgabenstellung optimal ausgewählten Anwälten gewährleistet dabei eine effiziente und kompetente Verwirklichung von deren Zielen.

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